Mensch

Mensch ist, wer mit Wissen und Willen handelt zum andern, welcher der Beziehung angehört, sowie zur Sache und zum Vertrauen.

Wer mit Wissen und Willen in seinem Verhalten frei, nämlich zum andern, dem Vertrauen und der Sache, sowie ausserdem das Gesetz kennt, ist urteilsfähig. Nach dem Gesetz kann aber auch eine Gemeinschaft von Menschen einer Beziehung angehören. Wie ein einzelner Mensch kann sie Verträge und Unverträge schliessen und erfüllen, erlaubte und unerlaubte Handlungen begehen und Opfer oder Nutzniesser von Verbrechen sein sowie in gerechtfertigter oder ungerechtfertigter Bereicherung reicher und ärmer gemacht werden. Sie handelt durch ihre Angehörigen alle zusammen oder durch einzelne als ihre Organe. Deren Verhalten wird der Gemeinschaft zugerechnet, als ob sie selber etwas getan oder unterlassen hätte.

Das Gesetz kann bestimmten Menschen oder Gemeinschaften verbieten, gewisse Beziehungen einzugehen und sie damit zu Unverhältnissen stempeln. Jungen Leuten den Vertrag wie Urteilsunfähigen verwehren. Die Benachteiligung von Leuten, die durch gemeinsamen Glauben verbunden sind, fordern oder bestrafen, den Erwerb von gewissen Sachen den einen erlauben und den andern verbieten, Ausländern den Kauf von Grundstücken gestatten oder untersagen. Eine Vorschrift ist freilich nicht ersichtlich, wonach von jemandem Geld nicht gezahlt werden dürfte, und demnach müsste es ihm auch erlaubt sein, es zu versprechen. Daher kann es sich dabei auch etwa um eine Genossenschaft, einen Verein oder eine Aktiengesellschaft handeln, aber ebenso um einen Staat oder sonst ein Gemeinwesen. Unwiderrufliche Zahlungsversprechen dürften also, ob im Inland oder im Ausland, nicht nur von Bankiers, Versicherungen oder Pensionskassen abgegeben und entgegen genommen werden können, sondern auch vom Arbeitslosen wie vom Inhaber eines Van Gogh. Von jedermann.