SACHE

Die Sache ist das Ding, welches zwischen den beiden sich verschiebt, welche als Paar der Beziehung angehören, oder bei einem von ihnen verharrt.

Alles fliesst. Nach dem Naturgesetz bewegt sich jegliche Sache. Sie tut es in der Beziehung zwischen dem Paar, welches ihr angehört, nämlich im Verhältnis vom einen zum andern hin und im Unverhältnis von diesem wieder zu jenem zurück. Dabei handelt es sich um einen Gegenstand der Natur, sei er Geld oder eine andere Sache. In der durch das unwiderrufliche Zahlungsversprechen begründeten Beziehung zwischen der Bank und dem Verkäufer des Grundstücks ist es Geld, das in dieser Beziehung die Sache ausmacht. Aber wie einer von den zweien, welche der Beziehung angehören, oder beide von ihnen Gegenstände sein können, welche keine Menschen sind, vermag Sache in einer Beziehung auch ein Mensch zu sein.
Im Sklavenhandel ist die Sache, welche Gegenstand der Beziehungen bildet, der Mensch. Seit langem gelten solche Beziehungen nicht mehr als Verhältnisse. Doch noch heute gibt es Leute, welche sich in An- und Verkauf von Frauen und Kindern betätigen. Auch wenn es sich bei solchen Beziehungen um Unverhältnisse handelt, so sind sie doch Gegenstände und damit Sachen von Beziehungen. Beziehungen sind nicht nur Verhältnisse, sondern umfassen auch die Unverhältnisse. Verhältnismässig werden die höchsten Preise für Leute bezahlt, welche das Fussballspiel beherrschen. Manchmal mehr als für einen van Gogh.
Gegenstand der kaufvertraglichen Beziehung ist eine Sache, und wenn diese Sache ein Grundstück ist, handelt es sich um eine grundstückkaufvertragliche Beziehung. Doch macht eine Beziehung nicht allein aus, ob sie auf gegenseitigem Versprechen, einseitigem Verbrechen oder keinseitigem Vertreuen beruhe. Jede Beziehung ist auch eine sachliche Beziehung. Zu jeder Beziehung gehört neben dem Paar und dem Vertrauen auch eine Sache. Wenn man etwa eine Beziehung also solche aus ungerechtfertigter Bereicherung bezeichnet, so erfolgt dies lediglich zur Unterscheidung zwischen dieser als der unverhältnismässigen vertreuerischen Beziehung und der gerechtfertigten Bereicherung als deren verhältnismässiges Gegenstück einerseits und zur Unterscheidung zwischen Beziehungen, welche auf natürlichem Geschehen beruhen und solchen, welche sich auf zweckgerichtetes menschliches Verhalten stützen, seien es, ob verhältnismässig oder unverhältnismässig, Versprechen oder Verbrechen.

Glücklich, der den Goldesel aus dem Märchen erwerben kann. Damit erhält er ein Tier. Dies sagt jedoch nicht alles über das Wesen dieser Sache aus. Da ist zunächst der Nutzen, den es erbringt, die goldenen Taler, welche das Tier auswirft. Es umfasst aber noch ein weiteres. Wer sowas kauft, denkt vielleicht nicht zuallererst daran. Das Vieh will gefüttert, gepflegt und gestreichelt werden. Es ist auch mit Lasten verbunden. Schliesslich gehört zu jeder Sache die mit ihr verknüpfte Gefahr, dass Naturgewalt eingreift. Dass eine Krankheit den Esel dahin rafft oder er eine Stute ist und lauter kleine Goldesel dazu kommen. Jegliche Sache ist auch mit dem gesetzlich Gefahr genannten Schicksal, Glück und Pech, untrennbar verkettet. Mit Sachen sind Nutzen, Lasten und Gefahr verbunden. Eine Sache ist ein Ding, welches Nutzen, Lasten und Gefahren umfasst.